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Einigung zwischen Messegesellschaften Hamburg und Husum perfekt

29.04.2013

Herausgeber: Messe Husum & Congress und Hamburg Messe und Congress

Gemeinsame Branchenlösung zur Gestaltung der Windmessen in Deutschland

Links Bernd Aufderheide (Hamburg Messe und Congress), rechts Peter Becker (Messe Husum & Congress)

29. April 2013
Rendsburg - Die Messegesellschaften in Hamburg und Husum haben gemeinsam eine Branchenlösung zur Gestaltung von Windmessen in Deutschland erarbeitet. Ab September 2014 werden sie gemeinsam alle zwei Jahre die internationale Leitmesse der Windindustrie in Hamburg veranstalten. Ab September 2015 wird es darüber hinaus eine in den ungeraden Jahren stattfindende und gemeinsam ausgerichtete nationale Windmesse in Husum geben. Eine entsprechende Vereinbarung haben die beiden Geschäftsführer, Bernd Aufderheide, Hamburg Messe und Congress, und Peter Becker, Messe Husum und Congress, heute in Rendsburg unterzeichnet.

Auf einer Pressekonferenz, an der auch Hamburgs Wirtschaftssenator Frank Horch, Schleswig-Holsteins Wirtschaftsminister Reinhard Meyer sowie der UVNord-Präsident Uli Wachholtz teilnahmen, gaben die Messegesellschaften bekannt, dass sie fortan als gleichberechtigte Partner die Windmessen weiterentwickeln. „Wir freuen uns über die jetzt gefundene Lösung, die sicherstellt, dass die internationale Leitmesse der Windindustrie langfristig in Norddeutschland bleibt. Wir werden sie gemeinsam ausbauen und der Onshore- wie der Offshore-Branche die weltweit führende Plattform in der Windmetropole Hamburg bieten. Zugleich führen wir in Husum die lange Tradition fort und fokussieren uns inhaltlich auf die Belange des nationalen Windmarktes“, betonten Becker und Aufderheide übereinstimmend. „Dabei kommen die Stärken beider Messestandorte ideal zum Tragen und bilden in ihrer Kombination genau das Angebot, das die Windbranche sich gewünscht hat. Die Experten beider Messegesellschaften bringen ihr Knowhow ein und ziehen an einem Strang.“

Politik, Verbände und Industrie begrüßten das einvernehmliche Vorgehen. Wirtschaftssenator Frank Horch: „Schleswig-Holstein und Hamburg werden bei der Umsetzung einer erfolgreichen Energiewende eine entscheidende Rolle spielen, insbesondere beim Thema Windenergie. Insofern war es wichtig, eine gemeinsame Lösung zu finden. Mit dem heute vorgestellten Ergebnis bin ich sehr zufrieden. Ganz besonders danke ich Uli Wachholz für seinen Beitrag. Ich bin sicher, der Wirtschaftsstandort Norddeutschland insgesamt wird damit als Kompetenzzentrum für Windenergie international noch stärker wahrgenommen.“

Nach den Worten von Schleswig-Holsteins Wirtschaftsminister Reinhard Meyer sei der Kompromiss vor allem durch die breite Unterstützung der Industrie als Erfolg für den Messestandort Norddeutschland zu bewerten. So hätten sich die wichtigsten Player auf dem Markt verpflichtet, auf beiden Messen präsent zu sein. „Eine solche Unterstützung ist ein großer Vertrauensbeweis, der sich für beide Messegesellschaften und beide Länder auszahlen wird. Husum und Hamburg zeigen damit gemeinsame Stärke und Selbstbewusstsein im internationalen Wettbewerb", sagte Meyer.

UVNord-Präsident Uli Wachholtz: „Heute ist ein guter Tag für den Norden. Ich freue mich, dass wir zu einer Einigung gekommen sind. Hamburg und Schleswig-Holstein sind sich einen großen Schritt näher gekommen und bleiben das Zentrum der Windenergie. Die beschlossene Lösung entspricht den Wünschen der Branche. Ausdrücklich danke ich Schleswig-Holsteins Wirtschaftsminister Reinhard Meyer und Hamburgs Wirtschaftssenator Frank Horch für die konstruktive Unterstützung und Begleitung der Gespräche. Dieses könnte Vorbild sein für eine engere Zusammenarbeit beider Bundesländer, eine solche Kooperation entspricht den Vorstellungen der Wirtschaft!“

Der Bundesverband Windenergie (BWE) unterstützt die getroffene Vereinbarung zwischen Husum und Hamburg. „Wir vertreten rund 20 000 Mitglieder, die sich auf unterschiedlichen Märkten bewegen und darum unterschiedliche Ansprüche an eine Windmesse haben. Das gemeinsame Konzept kombiniert die Tradition und Atmosphäre Husums, die für den deutschen Markt wichtig ist mit den Vorteilen des Standortes Hamburg, die die internationalen Aussteller gewohnt sind“, sagte BWE-Präsidentin Sylvia Pilarsky-Grosch.

Andreas Nauen, Vorsitzender der Windbranche beim VDMA: „Wir begrüßen die Einigung der Husumer und Hamburger Messegesellschaft. Damit ist die Grundlage geschaffen, mit dem Knowhow beider Messegesellschaften die internationale Leitmesse für die Windindustrie langfristig in Deutschland zu halten und weiter auszubauen. Zusätzlich wird mit dem neuen Messekonzept  den regionalen Anforderungen des norddeutschen Marktes Rechnung getragen. Wir sind uns sicher, dass diese Kooperation ein langfristig tragfähiges Konzept bietet, das die Unterstützung der Windindustrie hat."
Für Schleswig-Holstein ist die Windkraft ein bedeutender wirtschaftlicher Faktor: 6830 Beschäftigte zählte die unmittelbare Windwertschöpfung 2011, zahlreiche Kommunen und Privatpersonen profitieren aktiv von Bürgerwindparks und Bürgernetzen. Neue Flächenausweisungen und Repowering bringen Schleswig-Holstein nach Schätzungen des Global Wind Energy Council circa 10 Milliarden Euro Invest noch in diesem Jahrzehnt. Die Kooperation mit Hamburg sowie die gemeinsame Windmesse für den nationalen Markt in Husum sichern die signifikante lokale Wertschöpfung der Messe Husum & Congress. „Hinter uns stehen 35 Angestellte, 100 Kommanditisten und zahlreiche lokale Unternehmen, denen wir uns verantwortlich fühlen. Mit dem gemeinsamen Messekonzept haben wir unser wirtschaftliches Kerngeschäft auf sehr lange Sicht gefestigt“, sagte Becker

Hamburg hat sich in den vergangenen Jahren zur Windenergiehauptstadt Europas entwickelt. Zahlreiche führende Unternehmen der Windenergie-Branche haben heute ihren Hauptsitz oder große Niederlassungen in der Wirtschaftsmetropole. Diese Konzentration von spezifischem Know-how ist international bekannt und zieht weltweit immer neue Firmen an, die an der Weiterentwicklung dieser Zukunftsbranche Teil haben wollen.

Bernd Aufderheide: „Hamburg ist daher geradezu prädestiniert, der Windfachmesse eine Zukunft zu geben. Hier hat die  Branche Raum zu wachsen. Als Partner können wir Synergien nutzen und das Knowhow beider Messegesellschaften im Sinne und für die Windbranche einbringen.“

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