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Telemann im NCC – INTER PARES

22.04.2013

Neun Musiker auf der Bühne ergeben rechnerische unglaublich viele Möglichkeiten verschiedener Besetzungen und auf welchen Komponisten kann man da am besten zurückgreifen, um diese Vielfalt auszuloten und zu zeigen? Georg Philipp Telemann war der Komponist des Abends am 13. April im NCC-Konzert, dem zweiten der neuen Abonnementreihe Klassikzeit.

Neun Musiker alleine sind noch kein Garant für Abwechslung, wenn diese aber erklärtes Ziel des Ensembles ist, wird es bunt. Die Besetzung des Ensembles INTER PARES aus Frankfurt am Main bestand an diesem Abend aus zwei Oboen, Fagott, Trompete, zwei Violinen, Viola, Violoncello und Cembalo. Wie im Titel des Abends „Hamburger Ebb‘ und Fluth“ erwähnt, fluteten auch im Konzert mal mehr, mal weniger Musiker auf die Bühne. Eingefasst von zwei groß besetzten Werken – die erwähnte Ouvertüre „Hamburger Ebb‘ und Fluth“ und die Ouvertüre D-Dur aus dem zweiten Teil der Tafelmusik – wurden vielfältige Besetzungsmöglichkeiten genutzt. Das Concerto D-Dur für zwei Oboen, Trompete, Fagott und Basso continuo bot für den Hörer ganz andere Facetten als die darauf folgende Sonate in D-Dur für zwei Violinen. Als quasi Gegenpart zum Bläser-Concerto wurde direkt nach der Pause die Sonate Nr. 2 F-Dur TWV 43:F3 aus „Quatrième Livre de Quatours“ gespielt (für Streichquartett und Basso continuo), bevor dann noch einmal zum Schluss für die Tafelmusik-Ouvertüre alle Musiker auf die Bühne kamen.

Das Konzept des Ensemble INTER PARES, durch die Programmwahl die Vielfältigkeit und den Abwechslungsreichtum der Barockmusik – besonders der des Komponisten Telemann – zu illustrieren, ging auf, die Zuhörer waren bis zum Schluss von den unterschiedlichen Klängen gebannt und fasziniert. Erläutert hatten die Musiker zu Beginn des Konzertes die Titel der ersten Ouvertüre, die auf ein wildes Leben der griechischen Götterwelt schließen lassen. Rainer Maaß führte freundlich durch die Konzerteinführung und brachte mit seinen gut recherchierten Fragen kleine Informations-„Bonbons“ ans Tageslicht.

Das nächste Konzert der Klassikzeit findet statt am Samstag, 18. Mai um 20 Uhr. Es spielt das Blechbläser-Quintett Mafra-Brass aus Mainz/Frankfurt.